Zielsetzung der Pilotfabrik

Die TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 hat als Zielsetzung, die bisher an der TU Wien aufgebaute Lernfabrik mit Ausbildungsinhalten der akademischen Lehre weiter auszubauen und die Demo- und Technologietransfer Aktivitäten der ResearchTUb (Tochtergesellschaft der TU Wien) zusammenzuführen. Die TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 verfolgt damit drei inhaltliche Schwerpunkte aus der universitären Forschung und Entwicklung sowie aus Industrie, nämlich

  • die Stärkung der Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Produktionstechnik,
  • die Erweiterung der Ausbildungsbildungsaktivitäten in der akademischen Ausbildung wie auch in der berufsbegleitenden Weiterbildung für Unternehmensinteressenten sowie
  • der Wissens-/Innovationstransfer

auf Basis eines inhaltlich und wirtschaftlich nachhaltigen Konzeptes.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 fokussieren auf die diskrete, variantenreiche Serienfertigung bis hin zur Fertigung in kleinsten Stückzahlen (Losgröße 1, „High-Mix and Low-Volume“). Es werden dabei in einem integrativen Zugang sämtliche Aspekte der Produktentstehung von der Gestaltung bis hin zur Montage inkludiert. Die Themen, die sowohl in der Forschung wie auch in der Ausbildung im Rahmen von Demonstrationsszenarien  adressiert werden, widmen sich aktuellen Fragestellungen und sollen dazu Lösungsansätze repräsentieren.

Durch die umfassende Einbindung von fakultätsübergreifenden (disziplinübergreifenden) Ressourcen, wie beispielsweise des Doktoratskollegs Cyberphysical Production Systems oder der Stiftungsprofessur für „Human Centered Cyber Physical Assembly Systems“, soll diesen integrativen Anforderungen Rechnung getragen werden. Die Unternehmensbranchen, auf welche diese inhaltliche Ausrichtung fokussiert, können mit dem

  • allgemeinen Maschinenbau
  • dem Anlagenbau und
  • der Automobilindustrie

zusammenfasst werden. Damit spricht die TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 die Bedarfe einer breiten Unternehmensbasis an und kann damit wirtschaftlich nachhaltig verankert werden.  Die Zielgruppe sind insbesondere auch Unternehmen kleinerer und mittlerer Größe. Deren Bedarfe und Interessenfelder sind  von den beteiligten Instituten im Rahmen der engen Kooperationskontakte erhoben werden. Folgende Inhalte sind insbesomdere für KMU von Interesse und werden daher in der TU Wien Pilotfabrik Industrie 4.0 durch verschiedene Aktivitäten adressiert

  • IT-Integration in Wertschöpfungsprozessketten
  • Papierloser Auftragsdurchlauf
  • Installation von MES-Funktionalität, besonders Erfassung und Kommunikation von Betriebs- und Maschinendaten
  • Dezentralisierung von Planungs- und Steuerungsfunktionen
  • Verbesserung der Mensch-Maschine-Interaktion
  • Verwaltung und Bereitstellung von Betriebsmitteln (Werkzeuge, Vorrichtungen, …)
  • Konzepte zur Steigerung des Automatisierungsgrades unter den Gesichtspunkten der Flexibilität und Wandlungsfähigkeit
  • Energieeffizienz und Ressourcenoptimierung